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NATURE PHOTO­GRAPHY

· Magpies · Swans · Seagulls ·

Frohe Ostern!!

jetzt hat diese Seite auch noch einen Schwall-Bereich. Weia.

Wer gerade beim Suchen ist kann ja mal auch gleich die Ohren aufsperren und vielleicht einem Star bei der Krawallmaximierung zuhören — wie so ein kleines Ding einen so brillianten Klang erzeugen kann, unglaublich.

Wieso stecken die da so viel Zeit und Energie hinein? Nur weil es schön klingt und Spass macht?

Because singing takes a lot of energy, the one that can sing loud and proud first thing in the morning will signal everyone within hearing distance that you were strong enough to survive the cold and long night. This is of course very attractive to potential partners. In extend, it will also let your competition know that you’re still in charge of your territory.  – Quelle
27. März 2016

Lahahahangweilig!! Klar, dass Ausdauer und Kraft gut ankommt. Aber dazu könnten die Männchen genauso gut Steine durch die Luft zur Angebeteten tragen - der grösste Stein gewinnt. Wer Ziegelsteine auf den Baum bringt, kann auch den Nachwuchs gut versorgen. Und das Revier verteidigen.

Könnten Vögel nicht einfach tanzen? Es gibt eine Papageienart, den nicht-fliegenden und akut vom Aussterben bedrohten Kakapo, der imponiert durch Tanzen in der Balzarena:

Die Balzarenen liegen gewöhnlich auf Anhöhen; während der Balzzeit verlassen die Männchen ihre angestammten Reviere und ziehen zu diesen Balzarenen, wo jedes Männchen sich einen eigenen Balzplatz schafft. Balzarenen können bis zu sieben Kilometer vom angestammten Revier eines Männchens entfernt sein. Mit dem Eintreffen an der Balzarena beginnt eine Auseinandersetzung unter den Männchen, bei der sie mit gesträubten Federn, auseinander gespreizten Flügeln, geöffneten Schnäbeln, erhobenen Krallen und unter lautem Krächzen und Brummen untereinander um die besten Balzplätze innerhalb dieser Balzarena kämpfen. Gelegentlich werden bei diesen Kämpfen auch Vögel verletzt. – Quelle

Krächzen und Brummen also — und der Gesang?

Researchers have found that how well a male songbird learns his song affects the female's mating response – the first evidence that female birds use song-learning ability as an indicator of male quality. – Quelle

Die Weibchen der hier untersuchten Spatzen wollen also wissen wie gut ein Männchen lernen kann. Auf digitale Aufnahmen vom Gesang der Artgenossen reagierten sie genau so wie auf die echten, zeigten aber deutlich unterschiedliches Verhalten beim Gesang "wilder" Vögel im Vergleich zu denen, die von Männchen stammten, die in Käfigen aufgewachsen waren.

Den Männchen aus den Käfigen wurden die Klänge wilder Vögel vorgespielt und sie ver­suchten sie zu lernen. Mit unterschiedlichem Erfolg, wie sich auch in der Beurteilung durch die Weibchen zeigte. Demnach führte Kreativität in der Bewertung sogar zum Punkt­abzug. Die Autoren vermuteten, weil solche Improvisation der Zuhörerin nur signalisierte, dass einer das Lied nicht richtig gelernt hat und das zu überspielen versucht.

Alles nur geklaut?

Haben Nachahmer also einen evolutionären Vorteil? Ganz so einfach ist das wohl nicht.

Es gibt Vogelarten, bei denen nachgewiesen wurde, dass das Klima einen Einfluss auf die Melodie der Vögel hat — je variabler das Klima, je unbekannter die Prognose, desto melodiöser der Gesang:

He says that female birds in such climates may be especially interested in mates who can learn and adapt easily, forcing the males to show off their brainpower with sophisticated melodies. – Quelle

Gesang als Indikator mit dem Unbekannten umzugehen? Wie Vögel lernen zu singen wurde nun auch genauer von Neuro­wissen­schaftlern untersucht, schliesslich ermöglicht das auch Einblicke in menschliches Lern­verhalten. Anfänglich, in sehr jungem Alter, feuern im prä­motorischen Komplex des Hirns Neuronen wenn die Klänge des Vaters ( das Weibchen singt selten ) zu hören sind. Das sind die gleichen Signale, die erzeugt werden, wenn eine Bewegung des Körpers erfolgen soll! ( daher "Prämotor" )

Eine zweite Gruppe Neuronen, sogenannte inhibitorische Interneuronen, binden sich an die erste Gruppe und dämpfen solche Aktionspotentiale. Mit zunehmendem Alter, wenn der kleine Vogel besser darin wird das Gehörte zu imitieren, nimmt die Aktivität dieser "Dämpfer" zu und das Aktionspotential der Signale der ersten Gruppe von Neuronen wird bei bereits gelernten Melodien immer stärker abgeschwächt.

Zeigt sich, dass die Vögel beginnen komplexe Melodien zu formen indem sie lernen ihre Lehrer zu ignorieren und damit unabhängiger werden, unbekanntes meistern, und dass dies sehr vom Geschick abhängt – nicht vom Alter. Und nicht nur von Kraft und Ausdauer.

It’s kind of a sweet story. – Quelle
Frohes Suchen,
D.